Interessantes
aus 2005

18.11.2005
Herbstfest in Wissel
Von WERNER STALDER
KALKAR-WISSEL Da muss man den Verantwortlichen ein Kompliment machen: Es war ein beschwingtes, fröhliches und oft sogar spannendes Herbstfest der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften im Bezirksverband Kleve, diesmal in der Mehrzweckhalle in Wissel. Es gab tolle Musik, wunderschöne Preise bei der Tombola, eine gute Bewirtung und Organisation und mit 300 Besuchern aus dem Klever Land ein volles Haus. Bezirksbundesmeister Johannes Rütten freute sich über die Anwesenheit des Bezirkspräses, Propst Theodor Michelbrink, des amtierenden Bezirkskönigspaares, des Bezirksschüler- und Jugendprinzen. Sein Glückwunsch galt Franz Josef Wellmanns als neugewähltem Diözesan-Jungschützenmeister. Er hob vor allem vier Fahnenschwenker von St. Hubertus Reichswalde hervor, Sandra van Laar, Steffi Ketelaer, Julia Erkens und Gabi Wellmanns, die zum dritten Mal Bundessieger geworden waren. Stefan Boßmann und Frank Fitting verstanden es, als Discjockeys die Halle in Schwung zu bringen. Und dann hatte Norbert Roghmans, stellvertretender Bezirksjungschützenmeister aus Hülm, eine Premiere als Moderator. Er verkündete die Ergebnisse aus den Schießwettbewerben, assistiert von Bezirksschießmeister Paul Janssen, Hönnepel, und Schatzmeister Stefan Kerstjens, Wissel. Die Ergebnisse aus den Fahnenschwenkerwettbewerben wurden von Fahnenschwenkermeisterin Gabi Wellmanns, Reichswalde, und Vize-Fahnenschwenkermeister Karl Erich Kerkhoff, Bedburg-Hau, präsentiert. Für die Urkunden war Andreas Dörning verantwortlich; für die Schießergebnisse Paul Janssen und Anja Kiesewetter und für die Fahnenschwenkerergebnisse Gabi Wellmanns. Text und Gestaltung des mit Spannung erwarteten Ergebnisheftes hatte Claudia Aymans übernommen, die zum Dank für ihre wertvolle Arbeit einen Blumenstrauß entgegennehmen konnte. Das Heft, von zahlreichen Sponsoren unterstützt, berichtet auf 43 Seiten über alle Ergebnisse das Jahr hindurch. Eine ganze Galerie glänzender Pokale in allen Variationen, schön gestaltete Urkunden und Plaketten fanden sich in den Händen begeisterter und umjubelter Sieger. Und es wurde nochmals richtig spannend: Bei der großen Verlosung gewann der amtierende Bezirkskönig ein Wochenende mit einem vollgetankten Opel, der zweite Preis war ein DVD-Player und der erste Preis eine Digitalkamera. Auch die übrigen Preise, teilweise von den Bruderschaften, Gilden und Vereinen gestiftet, konnten sich sehen lassen. Bezirkskönigin Ingrid Schade, Appeldorn, fungierte als Glücksfee; die Tombola-Moderation hatte Gabi Wellmanns. "Das war Klasse", meinten die jüngsten Fahnenschwenker beim Herbstfest der "Historischen" im Bezirksverband Kleve, Fabian Fleskes (11) und Daniel Wellmanns (11) von St. Hubertus, Reichswalde. Es waren erfreulich viele Jungschützen und Jung-Fahnenschwenker nach Wissel gekommen. "Das ist unsere Zukunft", meinte dann auch stolz Bezirksbundesmeister Johannes Rütten.


20.09.2005
Bezirksfest in Appeldorn
Von WERNER STALDER
KALKAR-APPELDORN Das war wieder ein spannender Kampf um die Würde des Bezirkskönigs der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften im Bezirksverband Kleve, diesmal bei der 550 Jahre alten St. Lambertus-Schützenbruderschaft in Appeldorn. 117 Schuss waren erforderlich, bis Hans-Georg Biesemann (BSV Kalkar) den Kopf des zähen Vogels abgeschossen hatte. Königin Margret Vincke (St. Hubertus Reichswalde) gelang es mit dem 63. Schuss, den rechten Flügel von der Stange zu holen. 77 Schuss brauchten die Majestäten, bis Willi Schade (St. Lambertus Appeldorn) den hartnäckigen linken Flügel erfolgreich traf. Um 17.32 Uhr traten 14 Könige und drei Königinnen zum Kampf um die Bezirkskönigswürde an. Die ersten Splitter des Federviehs fielen in der zweiten und dritten Runde. Und dann war es soweit: Mit dem 48. Schuss wurde Willi Schade von der gastgebenden St. Lambertus-Schützenbruderschaft Appeldorn unter dem Jubel der Schützenfamilie neuer König des Bezirksverbandes Kleve. Die Uhr zeigte 17.53 Uhr, als der neue Regent die Glückwünsche seiner Mitkonkurrenten entgegennehmen konnte. Der 64-jährige Kaufmann eines Speditionsbetriebes kam vor 33 Jahren von Duisburg nach Appeldorn und gehört seit 30 Jahren der örtlichen Bruderschaft an. Mit ihm freuten sich seine Gattin Ingrid sowie die beiden Töchter Marion und Kerstin. Begeistert waren auch die beiden Mannschaften der D-Jugend von DJK Appeldorn, die ihren Sponsor angefeuert hatten und später die Ortsschilder im Festzug trugen. Das Bezirksfest hatte mit einem Gottesdienst in der St. Lambertus-Pfarrkirche begonnen. Neben dem Bezirkskönigsschiessen gab es den bei der Schützenjugend beliebten Sommerbiathlon und den Fahnenschwenkerwettbewerb. Neuer Bezirksschülerprinz wurde Pascal Kraft von St. Georg Kleve (80. Schuss) und neuer Bezirksjugendprinz wurde Viktor Martens von St. Hubertus Uedemerbruch (84. Schuss). In einem prächtigen Festzug ging es vom Schießstand zum Sportplatz, wo nach drei Böllerschüssen ein wunderbares Schauschwenken und eine Parade zu bewundern waren. Nach der Ehrung der Preisträger und der Proklamation der neuen Majestäten erfuhr Bezirksbundesmeister Johannes Rütten eine hohe Auszeichnung der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Landesbezirksbundesmeister Helmut van den Berg verlieh ihm das St. Sebastianus-Ehrenkreuz. Tief bewegt nahm der Geehrte, der seit 1999 Bezirksbundesmeister des Bezirksverbandes Kleve ist, den Orden und die Urkunde entgegen. Zu den vielen Gratulanten gehörten auch die Vizelandrätin Hubertine Croonenbroek und Kalkars Bürgermeister Gerd Fonck. Weitere Preisträger beim Prinzenschießen in Appeldorn waren: Bezirksschüler: Kopf: Sven Randerath , St. Kosmas und Damian, Hülm-Helsum (91. Schuss), rechter Flügel: Pascal Kraft, St. Georg Kleve (49. Schuss), linker Flügel: Carsten Jacobs, St.Sebastianus Keppeln (33. Schuss) Bezirksjugend: Kopf: Lena Jacobs, St. Sebastianus Keppeln (72. Schuss), rechter Flügel: Christoph Firck, St. Lambertus Appeldorn (23. Schuss), linker Flügel: Andreas Dörning, St. Antonius Hönnepel (56. Schuss).


07.03.2005
Besinnungsmorgen und Jahreshauptversammlung
Von WERNER STALDER
GOCH-PFALZDORF
Termine, Termine..., damit haben auch die Schützen im Klever Land zu kämpfen. Also beschloss man, die Jahreshauptversammlung des Bezirksverbandes Kleve der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften nach Gottesdienst und Besinnung am gleichen Vormittag folgen zu lassen. Da das amtierende Bezirks-Majestätenpaar, Anton und Monika Thissen, im Bürgerschützenverein Pfalzdorf zuhause ist, trafen sich die Bruderschaften, Gilden und Vereine in der Gaststätte Auler in Pfalzdorf. Bezirksbundesmeister Johannes Rütten konnte eine stattliche Zahl von Schützen aus den inzwischen 24 Bruderschaften im Kreis Kleve begrüßen. Aus seinem Jahresbericht gingen interessante Daten hervor. So wurde der langjährige Bezirksschatzmeister, Ernst Lamers, verabschiedet und erhielt aus den Händen von Bezirkspräses Propst Theodor Michelbrink eine Statue des heiligen Sebastianus. Der Bezirksbundesmeister gratulierte der St.-Willibrord-Bruderschaft Hassum zum 100jährigen Bestehen. In Uedemerbruch wurde dem Präses Heinrich Geurtz das St.Sebastianus-Ehrenschild überreicht. Ein Höhepunkt: Das Bezirksfest bei der St.-Willibrord-Bruderschaft Hassum. Das Tambourcorps Hönnepel erhielt beim Bundesfest in Korschenbroich aus den Händen des Hochmeisters die Ernennungsurkunde zum Bundes-Tambourcorps. Weit über 300 Schützenbrüder und Jungschützen kamen zum Herbstfest nach Uedem. Eine Premiere: Ein Grünkohlessen mit dem Bezirksbruderrat als Informationsaustausch zwischen den Brudermeistern. Dann ging es um die notwendige Restaurierung der Kreisstandarte, Kostenpunkt 3000 Euro. Dabei ist man auf Zuschüsse angewiesen. In seinem Referat beim Besinnungsmorgen ging Pfarrer Günter Hoebertz, Goch, auf den Weltjugendtag als Beitrag zum Bistumsjubiläum ein. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollten die Erfahrung machen, "wir stehen nicht allein da mit unserem Glauben". Der Weltjugendtag diene der Friedensarbeit und Völkerverständigung. "Mit unserem Engagement möchten wir die Gastfreundschaft wieder geben, die wir bei den anderen Weltjugendtagen erfahren haben". Zur Vorbereitung diene ein ökumenischer Jugendkreuzweg am Palmsonntagwochenende. An jeder Station gebe es ein Stück des Kreuzes, das nachher ein großes Kreuz ergebe. Das eigentliche Weltjugendtagskreuz, vom Papst durch die Welt gesandt, komme vom 28. bis 29. Juni an den Niederrhein und fahre über den Rhein gegen den Strom. Links und rechts an den Ufern werde das Fahrgastschiff mit dem Kreuz Station machen. Ausführlich berichtete Pfarrer Hoebertz über die Begegnungen mit der Jugend der Welt vom 11. bis 15. August in den Gemeinden. "Schon heute steht fest, zum Weltjugendtag nach Köln werden mehr Gäste kommen, als zur Fußball-Weltmeisterschaft", sagte Pfarrer Hoebertz beim Besinnungsmorgen der "Historischen" in Pfalzdorf. Die Jugendlichen kommen, um über ihren Glauben zu sprechen, mit vielen Nationen in Kontakt zu kommen und um den Papst zu treffen.